Wissenswertes aus Barking and Dagenham – März 2022, Teil 1

Unsere englische Partnerstadt hat sich in den vergangenen Jahren gewaltig verändert. Die Einwohnerzahl ist in großen Schritten nach ober gegangen, und die Kommune musste die Entwicklung der öffentlichen Einrichtungen ausbauen, um der gestiegenen Einwohnerzahl – aktuell 213.000 – gerecht zu werden.

Weil es so viel Neues gibt bei unseren Freunden, wollen wir künftig mehr oder weniger regelmäßig informieren, was im Osten Londons Gesprächsthema ist. Dabei werden wir uns die großen Projekte ansehen, aber auch kleinere Neuerungen, die den Alltag umkrempeln. Wir starten mit drei Auftakt-Themen:

Neue Wohnungen für viele tausend

Barking Riverside ist mit 10.800 neuen Wohnungen das größte Wohnungsbauvorhaben im Osten Londons. Die Arbeiten sind in vollem Gang, rund 1500 Wohnungen bereits bezogen. Die ersten Neubürger brauchen eine Menge Pioniergeist, sind doch Schulen, Läden, Gesundheitszentren und Sportanlagen längst nicht alle verfügbar.

Die 29.000 Neubürger, die hier erwartet werden, entsprechen der Einwohnerzahl von Windsor. Mit den Wohnungen werden auch 65.500 Quadratmeter Ladenflächen gebaut. In den Geschäften, Gesundheits- und Sporteinrichtungen werden insgesamt 6000 zusätzliche Arbeitsplätze erwartet.

Drei Traditions-Märkte sollen umziehen

Sie sind in jedem Reiseführer zu finden: Smithfield Market (Fleisch), Billingsgate Market (Fisch) und New Spittalsfield Market (Obst und Gemüse) sollen eine gemeinsame Adresse bekommen. Sie werden gemeinsam auf dem Gelände des Kraftwerks Barking Reach untergebracht. Das ist 42 Acres groß, also ungefähr 17 Hektar. Jeder der drei Märkte bekommt seinen eigenen Eingang, die Stände werden jeweils um ein Atrium gruppiert. Die Planer haben die Umwelt-Verträglichkeit sehr im Blick. So gehören nicht nur Solaranlagen zu Plan, sondern auch eine Anlegestelle am Themse-Ufer, um die Anlieferung per Schiff zu ermöglichen.

Zu Smithfield Market soll künftig eine Restaurant-Halle gehören und ein Raum für Konzerte und Ausstellungen. Wie konkret das Projekt ist, beweist die Tatsache, dass die City of London Corporation das Grundstück bereits 2018 erworben hat. Der Kaufpreis wird auf 100 Millionen Pfund geschätzt.

Die bisher von den Märkten belegten Flächen sollen genutzt werden für neue Stadtwohnungen.

Oldtimer-Sammlung der Fordwerke wird verlegt

Auf dem riesigen Gelände der Fordwerke in Dagenham gibt es eine Halle, in der alle Wagentypen versammelt sind, die je dieses Werk verlassen haben. Bei einer unserer Clubreisen hatten wir Gelegenheit, diese Ausstellung zu besuchen. Obwohl: Ausstellung ist eine sehr wohlwollende Bezeichnung. Die Wagen stehen nämlich dicht gedrängt nebeneinander, und es gibt nur wenige Informationen dazu. Publikum ist bisher nur zu besonderen Aktionstagen zugelassen.

Jetzt hat Ford bestätigt, dass die Autos künftig in Daventry in den Midlands besichtigt werden können. Da werden sie künftig auf größerer Fläche regelmäßig gezeigt.

Der bisherige Ausstellungsraum wird künftig als Produktionshalle genutzt. Ein Kooperationspartner von Ford, Venari, soll dort Transit-Wagen als Krankenfahrzeuge ausbauen. 100 neue Arbeitsplätze werden dadurch entstehen.

IN KÜRZE

Bei einer Kampagne für mehr Sauberkeit in der Stadt scheut Barking and Dagenham nicht vor harten Strafen zurück. Eine Einwohnerin muss jetzt 1000 £ Strafe zahlen, weil sie ihren heruntergekommenen Garten nach mehreren Aufforderungen nicht auf Vordermann gebracht hat.

Eine neue 50-Meter-Bahn ist im Leisure Centre Becontree Heath in Betrieb genommen worden. Zur Eröffnung sprang Rebecca Adlington ins Becken, zweifache Goldmedaillen-Gewinnerin bei den Olympischen Spielen in Peking. Mehrere weitere Olympia-Teilnehmer unterstützten sie bei der Eröffnung.

Vereinsanschrift

Barking & Dagenham Witten Club e.V.
Fredi-Ostermann-Straße 1
58454 Witten

e-Mail: info@barking-dagenham.de